Chronik der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1876 Dünfus e.V.

Chronik der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1876 Dünfus e.V.

Chronik der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1876 Dünfus e.V.

 

140 Jahre gibt es nun schon unsere Schützenbruderschaft, eine Zeit in der es Höhen und Tiefen gab und immer wieder zahlreiche Menschen, die sich tatkräftig und uneigennützig eingebracht haben. An dieser Stelle sei allen gedankt, die sich im Verein und insbesondere im Vorstand engagiert haben.

Der Beginn

Die St. Sebastinus Schützenbruderschaft Dünfus wurde 1876 von 18 Männern des Ortes gegründet. Der Schützenverein wurde nur 5 Jahre nach Beendigung des verheerenden Krieges von 1870/71 unter nicht ganz rosigen Lebensbedingungen, aber mit viel Opferbereitschaft aus der Taufe gehoben.

Der erste Vorstand setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Hauptmann: Josef Knieper

Stellvertreter: Josef Lohn

Kassierer: Johann Johann

Schriftführer: Johann Josef Mohr

Am 20. Mai 1878 wurden die ersten Statuten der Schützengesellschaft Dünfus aufgezeichnet. Die Originalschrift mit den Unterschriften aller Mitglieder ist bis heute im Schützenverein erhalten. Das Motto der Schützengesellschaft hieß:

                                                                                                                Wehrhaft sei im ganzen Lande

                                                                                                               Jedermann mit seinem Schwert,

                                                                                                               Denn es ziemet jedem Stande

                                                                                                               Zu verteidigen Thron und Pferd

 

Außer dem vorstehenden Motto war Zweck der Gesellschaft die Förderung der geselligen Unterhaltung im Dorf.

Als Gründungsmitglieder sind in den Statuten von 1878 festgehalten:

Josef Knieper (Hauptmann)             Josef Lohn ( Stellvertreter)

Johann Johann (Kassierer)             Johann Josef Mohr (Schriftführer)

Jakob Zerwas                                  Josef Anton Schneider

Michael Blott                                    Johann Paul Kluwig

Georg Endriss                                 Martin Krämer

Josef Pauly                                      Josef Willems

Franz Fuhrmann                              Mathias Sesterhenn

Nikolaus Mohr                                 Jakob Schäfer

Johann Mohr                                    Paul Fuhrmann

Franz Junglas

Erste Aktivitäten

In den ersten Jahrzehnten wurden die Schießveranstaltungen des Vereins mit Vorderlader- und Zündnadelgewehren durchgeführt. Der Schützenplatz befand sich zu dieser Zeit ganz in der Nähe der jetzigen Schützenhalle. Die Schießrichtung war allerdings die entgegengesetzte in Richtung Foßhohl. Seit dem Gründungsjahr wird jährlich von der Schützenbruderschaft ein Schützenfest durchgeführt. Mit den Nachbarschützenvereinen wurden freundschaftliche Beziehungen gepflegt, die sich durch den gegenseitigen Besuch der jährlichen Schützenfeste gestaltete. Eine Episode erzählt, dass nach dem Besuch des Schützenfestes 1909 bei der Nachbarbruderschaft auf dem Heimweg einige Rehe auf einem Feld gesichtet wurden. Jetzt ging bei den Schützenbrüdern der Jagdinstinkt durch. Mit einem gezielten Schuss gelang es dem Schützenbruder Saur zwei Rehe zu erlegen. Nachdem die Rehe sauber zerlegt waren, wurden sie im Vereinslokal zu gleichen Teilen an alle Mitglieder aufgeteilt.

Neubeginn nach schweren Zeiten

Auch nach dem 1. Weltkrieg wurde der Schützenverein in Dünfus weitergeführt, war er doch der einzige Verein im Dorf und trug so entscheidend zu Geselligkeit und Gemeinschaftspflege in Dünfus bei. In den 20er und 30er Jahren wurde jährlich ein Schützenfest in Dünfus durchgeführt.

Die Schützenfeste der Nachbarvereine wurden besucht und diese kamen im Gegenzug zum Schützenfest nach Dünfus. Die Schießveranstaltungen in den 20er und 30er Jahren wurden mit Karabiner Kaliber 71 durchgeführt. Im Zielbereich wurde ein sicherer Schutzgraben errichtet, in dem sich eine Person aufhielt, die dann per Handzeichen die Schießergebnisse meldete. Auch in den 20er und 30er Jahren wurden die Schießen in der Nähe der jetzigen Schützenhalle durchgeführt.

Höhepunkt des Schützenvereins in den 20er Jahren war das 50-jährige Gründungsjubiläum im Jahre 1926. Unter dem Vorsitz von Anton Mais, der viele Jahre Hauptmann des Schützenvereins war, wurde das 50-jährige Gründungsfest unter Mitwirkung des ganzen Dorfes und dem Besuch zahlreicher Nachbarvereine gefeiert. Höhepunkt des Festes war die Weihe der neuen Vereinsfahne. Die Vereinsfahne wurde durch Spenden der Vereinsmitglieder angeschafft. Der Schützenverein hatte 1926 40 Vereinsmitglieder.

Das vorerst letzte Fest

1936 wurde das 60-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft gefeiert. Durch die damals bestehenden politischen Verhältnisse und den 1939 beginnenden 2. Weltkrieg sollte es eines der letzten größeren Feste des Schützenvereins für lange Zeit sein. 1939 stellte die Schützenbruderschaft dann ihre Tätigkeit ein. Der Schützenverein hatte zu diesem Zeitpunkt 40 Mitglieder. In den widrigen Zeiten des 2. Weltkrieges gingen alles Vermögen und fast sämtliche Akten des Vereins verloren oder wurden vernichtet

Wiederaufleben des Vereins

Am Sonntag, den 8.Juli 1951, fanden sich Mitglieder des 1939 aufgelösten Schützenvereins sowie eine Reihe junger Männer des Dorfes im Gasthaus Zerwas zusammen, um die Tätigkeit des Vereins wieder aufzunehmen. Man ging dabei von dem Gedanken aus, die Tradition des 1876 gegründeten Vereins fortzusetzen. Wie es in den Statuten heißt, sollte durch den Verein die Geselligkeit im Dorf gepflegt werden, da zu dieser Zeit kein anderer Verein im Dorf bestand. Die Versammlung, die auf Initiative von Nikolaus Sesterhenn (langjähriger Vorsitzender des Schützenvereins vor dem Krieg) einberufen worden war, wählte einen neuen Vorstand und legte die Mitgliedsbeiträge fest.

Der Vorstand setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Hauptmann: Johann Saur

Stellvertreter: Josef Schmitt

Kassierer: Heinrich Junglas jr.

Schriftführer: Peter Selbach

Kontrolleur: Nikolaus Sesterhenn

Als Eintrittsgeld wurde 1 DM festgesetzt, für junge Mitglieder betrug der Monatsbeitrag 0,25 DM, für die anderen Mitglieder 0,40 DM. 35 Männer meldeten sich als Mitglieder beim Schützenverein an. Die Statuten von 1876 wurden beibehalten. In weiteren Aussprachen wurde festgestellt, dass im Jahre 1951 eigentlich das Fest des 75jährigen Bestehens des Schützenvereins gefeiert werden sollte. Mit Rücksicht auf die kurzfristige Weiterführung des Vereins kam man jedoch zu dem Entschluss, dieses Fest erst im Jahre 1952 abzuhalten. Am 17.07.1951 erfolgte die schriftliche Anmeldung bei der Behörde. Schützenkönig im Jahre 1951 wurde Franz Fuhrmann.

Die 50er Jahre

Die Aktivitäten im Jahre 1952 waren ganz auf die Ausrichtung des 75-jährigen Jubiläums gerichtet, das im Mai 1952 groß gefeiert wurde.

Es verdient in diesem Zusammenhang festgehalten zu werden, dass es durch die

Bemühungen des Schützenvereins, des Schreiners Hermann Sesterhenn und des Malers und Anstreichers Karl Mohr gelang, zu den Ehrentafeln der Gefallenen des 1. Weltkrieges zwei weitere Tafeln in angepasster Form fertig zu stellen. Auf diesen Tafeln sind die Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges zu lesen.

Anfang Februar 1953 fand eine Versammlung statt, in der die Anschaffung von Schützenhüten und eines vereinseigenen Gewehres beschlossen wurde. Die Schützenhüte wurden bei der Firma Ockenfels in Kaisersesch gekauft. Die Hüte wurden aus der Vereinskasse bezahlt. Die einzelnen Mitglieder konnten den Betrag (12,50 DM) ratenweise an den Verein ableisten. Das Gewehr wurde bei der Firma Johann Wagner in Kaisersesch gekauft.

Beim Schützenfest am 02.05.1954 wurde erstmals nach dem Krieg mit Kleinkalibergewehren geschossen. Außer den Schützenfesten gab es in den 50er Jahren kulturelle Schwerpunkte. Neben Ausflügen mit dem Omnibus kam es 1958 sogar zu einer Theateraufführung durch den Schützenverein unter der Leitung des damaligen Dorflehrers Alfons Hoffmann.

Höhepunkt im Jahre 1956 war das im Mai stattfindende 80-jährige Gründungsfest. Im festlich geschmückten Dorf konnte der Verein zahlreiche Gastvereine begrüßen. Höhepunkt des Jubiläumsfestes waren der Festzug und das Schießen am Bor.

Die 60er Jahre

1968 beschloss die Versammlung eine automatische Luftgewehrscheibe und ein Luftgewehr anzuschaffen. Durch diese Anschaffung wurde es möglich, außer dem KK-Schießen im Sommer im Winter Luftgewehrschießen durchzuführen. Zu dieser Zeit begann man auch mit den Nachbarbruderschaften Vergleichskämpfe im Luftgewehrschießen durchzuführen.

Schließung des alten Schützenplatzes

Das Schützenfest 1969 sollte das letzte Schießen auf dem Schützenplatz am Bor sein. Der Schützenplatz wurde im Oktober 1969 durch die Polizei besichtigt und für ungenügend sicher befunden und deshalb für sämtliche Schießveranstaltungen gesperrt. Es sollte in den nächsten Jahren die Hauptaufgabe des Vorstandes und des Schützenvereins sein, für einen Schützenplatz, der den Sicherheitsbestimmungen entsprach, zu sorgen. Doch dazu später in einem eigenen Abschnitt.

Die 70er Jahre

Improvisation

Da der Schützenplatz gesperrt war, musste das Schützenfest 1970 und auch im darauf folgenden Jahr im Saale Zerwas durchgeführt werden. Geschossen wurde auf Adler und Sterne mit KK Zimmermunition, auf die Scheibe mit Luftgewehr. Auch die Luftgewehrschießen wurden in den nächsten Monaten überwiegend im Saale Zerwas und im Pfarrsaal in Forst durchgeführt.

Novum

Die Versammlung am 03.05.1974 beschloss dieses Jahr erstmals einen Scheibenkönig und eine Schützenkönigin auszuschießen. Man trug damit der Tatsache Rechnung, dass in den letzten Jahren viele Frauen dem Schützenverein beigetreten waren.

Ein weiteres Novum gab es beim Ausschießen des Schützenkönigs am 04.05.1975. Bis 21.30 Uhr konnte der Rumpf nicht abgeschossen werden und somit kein neuer Schützenkönig ermittelt werden. Man einigte sich dann, das Schießen auf den Rumpf des Vereinsvogels am 29.05.1975 fortzusetzen. Nach spannendem Schießen wurde dann im zweiten Anlauf Toni Junglas neuer Schützenkönig.

Auf der Mitgliederversammlung am 05.10.1977 wurden eine neue Satzung und die

Eintragung des Vereins ins Vereinsregister beschlossen.

 Jubiläum

Im Mai 1978 wurde das 100-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Das Jubiläumsfest war trotz sehr schlechten Wetters ein gelungenes und schönes Fest. Auch finanziell war das Fest ein Erfolg, denn es konnten alle Verbindlichkeiten aus dem Schützenplatzbau eingelöst werden und der Verein war wieder schuldenfrei!

Die 80er und 90er Jahre

Neben dem 110 jährigen Bestehen unserer Bruderschaft, konnten in den 80er und 90er Jahren viele Erfolge gefeiert werden, vor allem im Bereich der Jung- und Schülerschützen. Hier einige Beispiele: 1987 wurde Markus Junglas Bezirksschülerprinz, ein Titel, der 1991 an Michael Fronzcak ging. 1988 errang Albert Jung den Titel des Diözesanjungschützenprinzen.

Wolfgang Horst wurde 1987 neuer Bezirksscheibenkönig, Lothar Sesterhenn durfte sich 1990 so nennen.

1995 freute sich unsere Bruderschaft mit Wolfgang Horst, der den Titel des Bezirkskönigs errang, und bereitete ihm zu Ehren einen großen Empfang.

Unsere Jugendlichen konnten in diesen Jahren an besonderen Veranstaltungen unter der Leitung unseres Jungschützenmeisters Heinz Hermes teilnehmen. Dazu gehörte 1987 der „Sommerbiathlon“ in Brachtendorf und im Jahr 1991 ein Jugendzeltlager.

1991 wurde durch eine Satzungsänderung das Eintrittsalter für Mitglieder geändert. Das Eintrittsalter der Jungschützen wurde von 12 auf 9 Jahre und das Eintrittsalter für Schützen von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt.

Wiedersehen

Nach fast fünfjährigen Restaurationsarbeiten erstrahlte 1994 unsere Vereinsfahne in altem Glanz. Die Arbeiten führten die Schwestern des Klosters Waldfrieden durch. Nach Aussage der Schwestern kann keine weitere Restauration mehr erfolgen, da sich die Fahne auf Grund ihres Alters (1926) in einem schlechten Zustand befindet.

Seit dem Jahr 2000

Bezirks-Bundesschützenfeste 2001 und 2009

Für das Bezirksbundesfest 2001 hatte sich die Schützenbruderschaft Dünfus viel vorgenommen. Unterstützt durch einen Festausschuss sollte ein Fest geplant werden, das so schnell nicht in Vergessenheit gerät. Dafür wurde im Frühjahr 2001 mit der Gestaltung des Festplatzes begonnen. Der Platz, für den erhebliche Erdarbeiten notwendig waren, ermöglicht nun, ein Festzelt direkt neben der Schützenhalle aufzubauen.

Getragen von der Dorfgemeinschaft konnte unsere Bruderschaft ein erfolgreiches Fest ausrichten, das auch im Nachhinein viel Lob erhielt. Gerne denken wir an den enormen Andrang am Samstagabend, an die Alphornbläser und den feierlichen großen Zapfenstreich zurück. Sonntags war Dünfus fast zu klein für den imponierenden Festzug. Nachmittags gestaltete RPR 2 ein Programm, das Gäste aus nah und fern anlockte. Montags führten die Brachtendorfer Schützen einen „kleinen Festzug“ mit einem „festlichen“ Traktor an.

2009 konnte die Schützenbruderschaft an die Erfahrungen von 2001 anknüpfen, so dass auch dieses Bezirksbundesfest ein Erfolg wurde. Während freitags SWR 4 zahlreiche Gäste nach Dünfus lockte, sorgten sonntags Markus Becker und Yvie für Stimmung in einem brechend vollen Festzelt. Neben dem Rahmenprogramm kamen auch die Schießwettbewerbe nicht zu kurz. Die Schützen kämpften um begehrte Titel. Unser Brudermeister Wolfgang Host schaffte es sogar, trotz der sicher anstrengenden Organisation des Festes die Nerven zu behalten, und errang mit 30 Ringen die Würde des Bezirkskönigs (schon zum zweiten Mal). Bei Diözesankönigsschießen erreichte er später den zweiten Platz.

Jung- und Schülerschützen

Zu Beginn des neuen Jahrtausends konnten unsere Jung- und Schülerschützen an die Erfolge der 80er und 90er Jahre anknüpfen.

Hier die wichtigsten Siege:

Patrick Münich sicherte sich den Titel Bezirksjungschützenprinz 2000.

Ramona Horst wurde 2002 Bezirksschülerprinzessin. Beim Diözesanprinzenschießen in Mayen erkämpfte sie sich mit 29 Ringen und einem Teiler von 289 den ersten Platz und wurde so Diözesanschülerprinzessin. Beim Bundesschießen in Delbrück (Paderborn) erreichte sie einen tollen 4. Platz.

2002 erlangte Oliver Adams mit 50 Ringen den Titel Bezirksschülerscheibenprinz.

Beim Winterschießen des Freundschaftsbundes gelang es unseren Schülerschützen fünf Mal in Folge den ersten Platz zu erreichen (in den Jahren 2003 bis 2007). Kompliment!

2006 erreichte Christian Adams den Titel Bezirksschülerprinz, den er 2007 erfolgreich verteidigte. In diesem Jahr konnte er sich auch Diözesanschülerprinz nennen, aber leider nur einige Tage. Aufgrund eines Auswertungsfehlers musste er den Titel wieder abgeben.

2011 wurde Raphael Esper Bezirksjungschützenscheibenprinz.

2013 erkämpfte sich Jenny Miesen den Titel Bezirksschülerprinzessin. Die Mannschaft der Jung- und Schülerschützen erreichte in den Rundenwettkämpfen den ersten Platz.

Bezirksjungschützentag

2014 richtete die Schützenbruderschaft Dünfus erstmals den Bezirksjungschützentag aus. Unter dem Motto „Verlinkt mit Jesus“ hatten die Jugendlichen einen Gottesdienst vorbereitet. Anschließend erfolgten die Schießwettbewerbe.

Vereinsleben

Dass das Vereinsleben neben Schießwettkämpfen auch aus anderen Dingen besteht, sei an dieser Stelle erwähnt. Seit Jahren veranstalten die Dorfvereine abwechselnd das Dorffest. Gemeinsam wird die Kirmes ausgerichtet. Die Organisation der Veranstaltung wechselt aber von Verein zu Verein. So ist der Arbeitsaufwand gerecht verteilt. Der Gewinn wird dann brüderlich unter den Vereinen aufgeteilt. In einem Dorf, in dem es keine Gaststätte mehr gibt, bietet diese Lösung den Fortbestand alter Traditionen. Traditionell wird im Winter eine Wanderung vom Verein organisiert, an der die gesamte Dorfbevölkerung teilnehmen kann. Die Routen sind so gewählt, dass Jung und Alt gleichermaßen mitwandern können. Unterwegs gibt es immer eine kleine Stärkung. Den Abschluss bildet ein gemütliches Beisammensein bei gutem Essen in der Schützenhalle. In jedem Dezember/Januar werden die Vereinsmeister des Jahres ausgeschossen.

Der St. Sebastianus-Tag wird in jedem Januar besonders gefeiert. Am Morgen sind die Schützen in Uniform und mit Fahnenabordnung in der hl. Messe in Forst. Am Nachmittag findet dann die Jahreshauptversammlung der Bruderschaft in der Schützenhalle statt.

2007 organisierte unsere Bruderschaft erstmals ein Preisskat. Da diese

Veranstaltung einen großen Erfolg hatte, wurde das Turnier auch in den folgenden Jahren wiederholt.

Schießwettbewerbe

An jedem ersten Sonntag im Mai findet das große Schützenfest unseres Vereins statt. Nach dem Festzug, der vom Musikverein Dünfus mitgestaltet wird, findet das Schießen auf Konkurrenzscheibe und Geldadler in der Halle statt. Am Wettkampf nehmen zahlreiche befreundete Bruderschaften teil.

Das Hochfest der Schützen wird an Fronleichnam gefeiert. Es werden folgende Könige und Prinzen ermittelt: Jungschützenkönig, Jungschützenscheibenprinz, Schützenkönigin, Schützenkönig und Scheibenkönig. Des Weiteren wird noch ein Wanderteller ausgeschossen. Die spannenden Schießen werden mit der Siegerehrung in der Schützenhalle beendet. Anschließend werden alle neuen Würdenträger in einem Festzug vom Musikverein Dünfus und von der Dorfbevölkerung nach Hause begleitet. Dies ist immer eine Mordsgaudi…

Seit 2013 findet kurz vor Ostern ein Osterhasen-Schießen statt, zu dem auch Nichtmitglieder willkommen sind. Neben Ostereiern wird bei diesem Schießwettbewerb auch der so genannte „Hasenkönig“ ausgeschossen.

Unsere Schützenhalle

 Der Anfang

Wie bereits erwähnt, wurde im Oktober 1969 der Schützenplatz am Bor für Schießveranstaltungen gesperrt. Anfang 1970 ließ daher der Vorstand vom Deutschen Schützenbund Richtlinien zur Erbauung von Schießanlagen schicken, damit man bei der Errichtung eines neuen Schützenplatzes genau über die Sicherheitsbestimmungen informiert war.

Eine wichtige Versammlung fand am 08.12.1974 im Gasthaus Zerwas statt. Der Versammlung wurde das Gelände unterhalb des Ritschenberges als Gelände zum Bau eines neuen Schützenplatzes vorgeschlagen. Die Versammlung stimmte diesem Vorhaben des Vereins einstimmig zu. Auch die Ortsgemeinde Dünfus, der dieses Grundstück gehörte, stand dem Vorhaben positiv gegenüber.

Bei einer Besichtigung des Geländes durch den Bundesschießmeister Herrn Risch wurde das Gelände als gut geeignet befunden. So konnte der aus Dünfus stammende Architekt Toni Fronczak mit der Erstellung eines Planes beauftragt werden, der dann im August 1975 bei der Kreisverwaltung Cochem eingereicht wurde.

Unterstützung

In den Jahren 1975, 1976, 1977 gestaltete der Schützenverein gemeinsam mit dem Musikverein den Bunten Abend in der Fastnachtszeit. Hierdurch wurde die Vereinskasse der Schützenbruderschaft ein gutes Stück aufgebessert, was im Hinblick auf den Schützenplatzbau erforderlich war. Der Möhnenverein unterstützte den Schützenverein mit der Aktion „Dimmeser Schützenplatzbau“ an Weiberfastnacht 1976 mit einem Scheck. Auch die Ortsgemeinde unterstützte den Schützenverein. Sie bewilligte einen Zuschuss von 3000 DM.

Bau der Schützenhalle

Nach der Genehmigung des Finanzierungsplanes und der Vorlage einer Teilgenehmigung für den Schützenplatz, wurde am 24.01.1977 mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Durch die Firma des Vereinsmitglieds Paul Knieper wurden sämtliche Ausschachtungs- und Baggerarbeiten kostenlos durchgeführt.

Nachdem die Ausschachtungsarbeiten abgeschlossen waren, war es dann am 28.05.1977 soweit: Um 9.00 Uhr wurde die erste Karre Beton in die Fundamente gekippt. In den Sommermonaten 1977 arbeiteten jeden Abend und am Samstag Mitglieder des Schützenvereins an der Schützenhalle. An Kirmessamstag (Ende August) war das erste Ziel erreicht, das Dach der Schützenhalle war fertig. Am 10.09.1977 wurde Richtfest gefeiert.

Auch in den folgenden Monaten wurde weiterhin fleißig gebaut, so dass am 09.03.1978 von der Kreisverwaltung Cochem-Zell die Fertigbauabnahme erteilt werden konnte. Bundesschießmeister Risch erteilte die Schießgenehmigung für den Schießstand.

Die Schützenbruderschaft konnte stolz auf die neue Schützenhalle sein, die in einjähriger Bauzeit erstellt wurde. Alle Arbeiten an der Schützenhalle wurden in Eigenleistung durchgeführt. Auch die Mitgliederzahl des Vereins erhöhte sich stetig, so dass man 1978 75 Mitglieder erreichte.

Renovierungen und Umbauten

Im Jahre 1981 wurde in der Schützenhalle eine Gasheizung eingebaut, so dass die Beheizung der Halle wesentlich verbessert wurde.

Auf der Jahreshauptversammlung1990 stellte der Vorstand Pläne zu Renovierung und Umbau der Schützenhalle vor. Um die Förderkriterien des goldenen Planes zum Umbau der Schützenhalle zu erfüllen, wurde auf der Jahreshauptversammlung 1991 der Mitgliedsbeitrag auf 60 DM festgelegt. Schließlich konnten Ende April 1994 nach vierjährigem Planungs- und Genehmigungshindernislauf die Renovierungs- und Umbauarbeiten an der Schützenhalle beginnen. Fördermittel dazu gab es vom Kreis Cochem-Zell, von der Verbandsgemeinde Treis-Karden und der Ortsgemeinde Dünfus. Mit viel Eigenarbeit und dem unermüdlichen Engagement vor allem von Brudermeister Toni Junglas und Jungschützenmeister Heinz Hermes wurde das ehrgeizige Projekt angegangen.

Nach genau einem Jahr Umbauzeit, am 30.04.1995, war unsere Schützenhalle zum ersten Mal für den Schießbetrieb freigegeben. Bis Januar 1996 konnten alle Baumaßnahmen komplett abgeschlossen werden. Der Verein stand auch nach der Sanierung der Halle ohne eine Mark Schulden da. Dies ist eine beachtenswerte Leistung. Die Halle kann von jedermann für Festlichkeiten gemietet werden. Hiervon wird reger Gebrauch gemacht.

Und noch ein Umbau

Am 12.2.2008 musste die Schützenhalle wegen Einsturzgefährdung der Dachkonstruktion geschlossen werden. Für den Verein standen nun wichtige Überlegungen an, nicht zuletzt weil man 2009 das Bezirks-Bundesschützenfest ausrichten sollte. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Anfang März entschied man sich schließlich dafür, die Dachkonstruktion zu erneuern und zugleich die Halle aufzustocken, um einen neuen Luftgewehrstand einzurichten. Bereits Endes des Monats fanden Gespräche mit der Kreisverwaltung statt, so dass die Aufnahme für die Förderung aus Mitteln des „Goldenen Plans“ beantragt werden konnte. Leider zogen sich die Entscheidungen lange hin.

Bedingt durch die Schließung der Schützenhalle mussten sowohl das Schützenfest als auch das Königsschießen ausfallen, sodass sich die Amtszeit der Würdenträger um ein Jahr verlängerte.

Endlich: Am 5. November 2008 erhielt die Bruderschaft die Baugenehmigung, zwölf Tage später erfolgte der Vorab bescheid zu den Mitteln aus dem „Goldenen Plan“. Endlich konnte es losgehen. Das Wetter meinte es gut mit uns, so dass noch vor Weihnachten die Maurerarbeiten abgeschlossen werden konnten. Am 9. Februar 2009 wurde die neue Dachkonstruktion errichtet. Am 14. Februar erfolgte eine gründliche Reinigung der „alten“ Halle, so dass sie nun auch wieder für Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Diese Chronik wurde von Wolfgang Horst bereitgestellt.

Quellen:

~ Vereinschronik im Festbuch anlässlich der Bezirks-Bundeschützenfeste des Schützenbundes Maria Laach 2001 und 2009

~ Jahresberichte der Schützenbruderschaft Dünfus

Die Chronik zum Herunterladen und Ausdrucken: Chronik St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1876 Dünfus e.V.


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